Typen von Falten

Man muss seinen Gegner kennen – deshalb geht es in diesem Beitrag um die unterschiedlichen Typen von Falten und wie sie voneinander zu unterscheiden sind. Ich freue mich schon darauf!

Um Falten wirksam bekämpfen zu können, ist es wichtig, zunächst einmal drei wesentliche Grundarten von Falten zu kennen: statische, dynamische und aktinische Falten. Letztere werden übrigens auch Knitterfältchen genannt.

 

Drei Grundarten von Falten

Statische Falten

Typen von Falten

Statische Falten sind unabhängig von der Gesichtsmimik zu sehen, deshalb werden sie auch so genannt. Statisch bedeutet aber auch dauerhaft – das bedeutet, sie treten in jedem Hautzustand auf (ob angespannt oder entspannt).

Statische Falten sind meistens auch die sichtbarsten. Sie sind dauerhaft ausgeprägt und deshalb auch mit bloßem Auge erkennbar. Diese Hautunebenheiten entstehen durch Alterungsprozesse in der Haut, werden aber auch durch äußere Umwelteinflüsse und Lebensstil begünstigt.

Die Alterung von Gewebe und dadurch die zunehmende Formierung von statischen Falten beginnen schon ab Mitte 20 und nimmt Anfang 30 ein höheres Tempo auf. Zuerst kommen die Augenfältchen (Lachfalten in den Augenwinkeln), dann sogenannte Zornesfalten im unteren Stirnbereich und schließlich Fältchen um den Mund und am Hals.

Statische Falten werden deutlich ausgeprägter etwa ab Mitte 40, begünstigt durch die abnehmende Fähigkeit der Haut, Wasser zu speichern. Dadurch wird die Haut dünner und unelastischer.

Zu den statischen Falten gehören beispielsweise auch die sogenannten Marionettenfalten, trockenheitsbedingte Knitterfalten sowie die Falten am Hals.

Es sind vor allem die statischen Falten, die durch gezielte Unterspritzung aufgefüllt und dadurch an die umgebende Haut angeglichen werden. Als Füllsubstanz kommt dabei meist die Hyaluronsäure ins Spiel, denn sie gilt als wirkungsvoll und hautverträglich.

 

Dynamische Falten

Typen von Falten

Wie der Begriff schon sagt, befinden sich dynamische Falten ständig in Bewegung. Sie entstehen durch eine intensive Gesichtsmimik und leben von Emotionen.

Im Gegensatz zu ihren statischen Geschwistern, haben dynamische Falten wenig mit der Schwerkraft oder Hautalterung zu tun. Natürlich werden aber auch sie durch Reifeprozesse begünstigt.

Dynamische Falten beschränken sich nicht nur auf die Stirngegend, wo sie am ehesten auftreten. Durch zunehmende Hautreife breiten sie sich nämlich weiter aus und sind dann vor allem auch im Gesicht zu finden.

Dynamische Falten sind von der Aktivität der Gesichtsmuskulatur abhängig. Deshalb werden sie meist durch Botox-Behandlungen reduziert. Der Wirkstoff Botox bringt die Muskeln temporär zur Ruhe, indem er gezielte Lähmungseffekte verursacht.

Wenn der behandelte Gesichtsmuskel durch Botox weniger aktiv wird, gehen auch die von ihm verursachten dynamischen Falten zurück. Es kommt dadurch zu einer temporären Glättung der Falten. Da Botox jedoch vom Körper abgebaut wird, ist eine regelmäßige Nachspritzung erforderlich, damit dieser Effekt erhalten bleibt (etwa 2-3 Mal pro Jahr).

Zu den dynamischen Gesichtsfalten zählen insbesondere Augenfalten (Krähenfüße), Nasolabialfalte und Zornesfalte.

 

 

Aktinische Falten

Typen von Falten

Aktinische Falten sind nichts anderes als Knitterfältchen. Sie mögen die Sonne und entstehen deshalb gerne nach häufigen Sonnenbädern oder Solariumbesuchen.

Knitterfältchen treten vor allem dort auf, wo unsere Haut dauerhaft der UV-Strahlung ausgesetzt wird. Das ist vor allem die Gesichtshaut, aber auch Hals und Dekollete.

Unsere Haut altert schneller, wenn sie nicht vor Sonnenstrahlen geschützt wird. Zuerst kommen ganz zarte Fältchen, die wegen dauerhafter UV-Belastung der betroffenen Hautpartien entstehen. Sie werden oft auch Knitterfältchen genannt.

Im Anfangsstadium können die Trockenheitsfältchen durch intensive Hautpflege mit Anti-Falten Cremes sowie durch regelmäßige regenerierende Salicylsäure-Behandlungen oder auch Mikrodermabrasion behandelt werden. Und das meistens mit sichtbarem Erfolg.

Ohne Behandlung werden diese zarten Fältchen irgendwann jedoch tiefer und dauerhafter – vorausgesetzt, die Haut wird auch weiterhin ungeschützt der Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Dann hilft nur noch eine Faltenunterspritzung oder Facelifting, mitunter auch eine Lasertherapie.

Am liebsten sollte man es gar nicht so weit kommen lassen. Die Haut sollte unbedingt vor dauerhafter UV-Einstrahlung geschützt werden. Das gilt übrigens für jedes Alter sowie für alle Faltentypen. Sonnenschutzprodukte sollten daher festen Bestandteil der Hautpflege-Routine darstellen.

Nachdem wir nun die drei wesentlichen Grundarten von Falten kennengelernt haben, wird es Zeit für eine detaillierte Betrachtung der konkreten Faltentypen.

 

Typen von Falten und ihre Behandlung

Marionettenfalten

Der Verlauf von Marionettenfalten fängt bei den Mundwinkeln an und geht meist schräg nach unten bis in den Unterkiefer-Bereich. Das Gesicht ähnelt sich bei ausgeprägter Faltenbildung einem Marionettengesicht, da die Kinnpartie vom restlichen Gesicht deutlich abgegrenzt wird. Daher kommt auch der Name dieses Faltentyps.

Marionettenfalten vermitteln einen traurigen Eindruck und können bei starker Ausprägung deutlichen Einfluss auf den gesamten Gesichtsausdruck haben. Sie verstärken zudem den negativen optischen „Hängebacken“-Effekt und vereinigen sich manchmal sogar mit den Nasolabialfalten.

Marionettenfalten werden meist durch Falten-Unterspritzung der Mundpartie mit Hyaluronsäure behandelt.

 

Falten an den Augen (Krähenfüße)

Faltentypen

Krähenfüße sind strahlenförmig nach außen zeigende Fältchen, die sich um die äußeren Augenwinkel herum ausbreiten. Dort ist die Haut nämlich sehr zart und deshalb anfällig für Faltenbildung.

Krähenfüße sind dynamischer Natur und mögen eine ausgeprägte Gesichtsmimik. Sie zeigen sich vor allem beim Lachen, wenn die Augen zusammengekniffen werden und die anliegende Augenmuskulatur sich schnell zusammenzieht.

Eigentlich machen dünne Lachfältchen das Gesicht sympathischer, doch sie können uns manchmal auch müde aussehen lassen – vor allem wenn die nach unten verlaufenden Krähenfüße stärker ausgeprägt sind.

Auch bei diesem Faltentyp kommen Unterfüllungen als wirksamste kosmetische Behandlungsmethode in Betracht. Da sie meist nicht so tief sind, kann man hierbei mit einer hohen Erfolgsquote rechnen.

Zu der Behandlung von Augenringen haben wir übrigens einen separaten Beitrag verfasst: Augenringe abdecken und reduzieren.

 

Nasolabialfalten

Faltentypen

Nasolabialfalten sind die Vertiefungen zwischen Nase und Mundwinkeln. Sie verlaufen meist symmetrisch und bilden sich aufgrund von lebhafter Gesichtsmimik.

Genauso wie die Marionettenfalten, gehören Nasolabialfalten zu den prägendsten Faltentypen. Sie können unsere optische Gesichtserscheinung stark beeinflussen – natürlich je nach Tiefe, Länge und Ausprägung.

Nasolabialfalten lassen das Gesicht reifer, manchmal jedoch auch älter und trauriger aussehen. Sie hängen übrigens stark vom Fettgewebe-Gehalt in den unteren Hautschichten, aber auch vom Alter und genetischer Veranlagung eines Menschen.

Interessant ist zudem, dass Nasolabialfalten oft von unserem Gemütszustand abhängig sind und deshalb sogar den umgangssprachlichen Beinamen „Kummerfalten“ tragen.

Je nach Tiefe und Ausprägung gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Nasolabialfalten. Im Regelfall wird eine Faltenunterspritzung empfohlen, während gegen leichtere Falten regelmäßige Gesichtsgymnasik-Übungen empfohlen werden.

 

Zornesfalte

Falten Typen

Zornesfalten sind senkrecht verlaufende Vertiefungen zwischen den Augenbrauen. Sie sind dynamischer Natur und bilden sich durch regelmäßiges Zusammenziehen der Augenbrauen. Da dies meist im Zusammenhang mit starken Emotionen geschieht, tragen die fachsprachlich bezeichneten Glabellafalten den Beinamen „Zornesfalten“.

Zu weitergehenden Ausprägungen von Zornesfalten gehören auch Stirnfalten, die meist waagerecht verlaufen und ebenfalls durch lebhafte Mimik oder regelmäßige starke Konzentration hervorgerufen werden. Deshalb werden sie übrigens oft als Denkfalten bezeichnet.

Beide genannten Faltentypen lassen unseren Gesichtsausdruck grimmiger, ernster und strenger wirken. Dadurch können sie unser Erscheinungsbild wesentlich beeinflussen, denn sie lassen unser Gesicht oft müde und fahl wirken.

Zur Behandlung von Zornes- und Stirnfalten wird oft Botox eingesetzt, denn dieser Wirkstoff entspannt die darunter liegenden Muskeln und trägt so zu temporärer Hautglättung bei.

 

Falten am Hals

Falten Typen

Falten gibt es bekanntlich nicht nur im Gesicht, sondern auch an anderen sichtbaren Hautstellen. So zum Beispiel am Hals – weil die Haut dort dünn und empfindlich ist. Insbesondere mit zunehmendem Alter verliert sie an Spannkraft und Widerstandsfähigkeit, so dass es auch dort zu Faltenbildung kommt.

Es gibt viele Ursachen für die Entstehung von Falten am Hals – angefangen mit einer übermäßigen Hautdehnung aufgrund von regelmäßiger Muskelanspannung bis hin zu abnehmendem Fettgewebe-Gehalt in der Hautstruktur. Manchmal werden die Hautunebenheiten am Hals auch genetisch begünstigt.

Sichtbare Hautpartien geben oft Aufschluss über das Alter der Person. Deshalb sind Falten am Hals in vielen Fällen sehr unerwünscht und störend. Elastische Haut am Hals kann unser optisches Erscheinungsbild schon deutlich verjüngen.

Die Behandlung von Falten am Hals erfolgt je nach ihrer Tiefe und Beschaffenheit. Das Treatment geht von Flüssigkeitszufuhr in das Unterhautgewebe bis hin zu Botox-Behandlungen der Halsmuskulatur.

 

Falten am Kinn

Falten Typen

Falten am Kinn sind ebenfalls ein Faltentyp, auf den wir gesondert eingehen sollten. Ähnlich zu den Falten am Hals, werden diese oft durch Überdehnung und Überanstrengung der darunter liegenden Muskulatur verursacht. Anders als am Hals, sind hier allerdings vor allem mimische Bewegungen ausschlaggebend.

Bei Kinnfalten kann es sich sowohl um vereinzelte Hautvertiefungen als auch um Ansammlungen kleinerer Fältchen handeln. Sie können sowohl vertikal als auch schräg verlaufen und so prägenden Einfluss auf unser Erscheinungsbild haben.

Im kosmetischen Bereich werden Kinnfalten oft entweder durch Botox-Treatments oder durch Hyaluronsäure-Unterspritzungen behandelt.

 

Knitterfalten

Typen von Falten

Zum Schluss wollten wir noch kurz auf trockenheitsbedingte Knitterfältchen eingehen. Je nach Betrachtung, können sie entweder zu einer der oberen Faltenart zugeordnet werden oder auch eine eigene Kategorie bilden.

Knitterfalten entstehen aufgrund der zunehmenden Dehydration unserer Haut im Alter. Die Hautschichten verlieren an Elastizität und Widerstandsfähigkeit. Auch der Hyaluronsäuregehalt in den Hautstrukturen vermindert sich, so dass dadurch auch die Spannkraft der Haut zunehmend nachlässt.

Knitterfältchen sind an vielen Stellen zu finden – angefangen mit der Augen- und Wangenpartie bis hin zum Dekolletee und anderen Hautbereichen. Sie bleiben in der Regel auf der Hautoberfläche, treten dafür aber in hoher Anzahl auf.

Knitterfältchen können durch regelmäßige Peeling-Behandlungen oder Mikrodermabrasion reduziert werden. Die Behandlungen sollten am liebsten mit reichhaltigen Pflegecremes begleitet werden, damit die Haut Feuchtigkeit tanken und sich so besser regenerieren kann. Es können dabei auch gerne hyaluronsäurehaltige Präparate (wie zum Beispiel Anti-Aging Seren) zum Einsatz kommen.

 

Fazit

Wir haben nun einige Typen von Falten kennengelernt, so dass es langsam Zeit für eine abrundende Zusammenfassung wird:

  • Statische Falten sind dauerhaft ausgeprägt und entstehen vor allem mit zunehmendem Alter. Sie treten auch im entspannten Hautzustand auf und sind oft Ziel von Faltenunterspritzungen.
  • Dynamische Falten entstehen durch regelmäßige Muskelbewegungen im Gesicht. Sie entwickeln sich im Einklang mit der lebhaften Gesichtsmimik und vertiefen sich mit zunehmender Hautreife. Behandelt werden sie meist mit Botox-Spritzen, die lähmend auf die Gesichtsmuskulatur einwirken und dadurch die Faltenbildung an ihrer Quelle bekämpfen.
  • Aktinische Falten, auch Knitterfältchen genannt, entstehend nach langer regelmäßiger Sonneneinstrahlung auf ungeschützte Haut. Im Anfangsstadium sind sie noch sehr zart und fast unsichtbar, im weiteren Verlauf werden sie jedoch statischer und stärker ausgeprägt. Anfangs kann man mit Peelings dagegen arbeiten, später sind nur tiefergehende Eingriffe hilfreich.
  • Jeder Mensch hat Falten – mal mehr, mal weniger. Wann die ersten Hautvertiefungen sichtbar werden und wie schnell sie sich ausbreiten, hängt von vielen Faktoren ab. Stress, falsche Ernährung, chronischer Schlafmangel oder wenig Bewegung – all das kann die Bildung von Falten beschleunigen und uns älter aussehen lassen als wir tatsächlich sind.
  • Die UV-Strahlung ist ebenfalls ein wichtiger Punkt – unabhängig vom Hauttyp sollten vorbeugende Maßnahmen getroffen werden, um die Haut nicht ungeschützt einer dauerhaften Sonneneinstrahlung auszusetzen. Eine leichte Tagescreme mit LSF kann dabei schon mal ein guter Anfang sein.
  • Falten sind natürlich. Doch es liegt genau so in unserer Natur, dass wir möglichst lange jung aussehen wollen. Deshalb entsteht erst die Notwendigkeit einer angemessenen täglichen Hautpflege. Eine straffe und frisch aussehende Haut kann das gesamte Aussehen optisch eben enorm verjüngen.
  • Es gibt eine ganze Menge Anti-Falten-Behandlungen, darunter auch natürliche und unkomplizierte Methoden. Sie wirken grundsätzlich gegen alle Typen von Falten – mal mehr, mal weniger. Ich lade Euch deshalb ein, mit mir zusammen auf die Suche nach dem „ewigen Jungbrunnen“ zu gehen! 🙂
 

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